Sechs Einsätze

Wer entscheidet?

Keine gerade Fortschrittslinie. Jede Zeit öffnet dieselbe Machtfrage neu.

Einsatz01

1932–1945 · Wien

Erwachsene wählen aus

Schule und Verein öffnen Theaterzugänge — und bestimmen zugleich, welches Theater Kinder sehen.

Frage: Wer durfte auswählen, was als wertvoll galt?

Einsatz02

1946 · Leipzig

Ein festes Haus

Ein städtisches Ensemble macht junge Zuschauer:innen zu einem dauerhaften Publikum.

Frage: Was braucht ein Theater, damit es wirklich ein Haus für junge Menschen ist?

Einsatz03

1966–1969 · West-Berlin

Alltag auf der Bühne

GRIPS richtet den Blick auf Konflikte, die junge Zuschauer:innen aus ihrem eigenen Alltag kennen.

Frage: Welche Sache aus deinem Alltag gehört auf eine Bühne?

Einsatz04

1970er · Berlin, Bremen, Basel

Mitmachen ist nicht Mitentscheiden

Freie Gruppen erproben Beteiligung. Antworten, Rollen spielen und Entscheidungen treffen bleiben verschiedene Stufen.

Frage: Wann verändert deine Beteiligung wirklich den Verlauf?

Einsatz05

1989–1996

Kultur wird als Recht sichtbar

Kinderrecht, Archive, Netzwerke und Preise tragen ein Feld — nicht nur einzelne Bühnen.

Frage: Ist kulturelle Teilhabe ein Extra oder ein Recht?

Einsatz06

2017–2025

Mitentscheiden — wer fehlt?

Aktuelle Modelle geben jungen Menschen reale kuratorische Aufgaben. Studien zeigen zugleich strukturelle Lücken.

Frage: Wer wählt Stoffe, spricht, wird bezahlt, kann anreisen und entscheidet?